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Der Warenausgang sollte mit der LKW-Beladung maschinell verknüpft und automatisiert werden, um auf diesem Weg den gesamten Materialfluss durchgängig so effizient wie möglich zu gestalten. Dabei war der stetig wachsende Anspruch an die Produktionskapazitäten und die Notwendigkeit, die innerbetrieblichen Materialflüsse weiter zu automatisieren, für ein namhaftes Unternehmen aus der Druckindustrie vor mehreren Jahren der Grund, Kontakt zum Hersteller HaRo Anlagen- und Fördertechnik GmbH zu suchen.

Die effiziente Anordnung der Fördertechnik-Komponenten ist essentiell für die Leistungssteigerung im Warenausgang.
Quelle: MVOGTGERMANY@WEB.DE

Automatisierung des kompletten Warenflusses

Die Automatisierung des kompletten Warenflusses erfolgte dabei in enger Zusammenarbeit mit den Spezialisten in mehreren Stufen. Als Kick-Off-Projekt wurde der Warenfluss innerhalb der Produktion bis zum Warenausgang mittels Fördertechnik, genauer einer angetriebenen Rollenbahn, automatisiert. Im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit wurde die Beschickung der LKW-Logistik mit der Anbindung an ein vollautomatisches Beladungssystems für das nahegelegene Zwischenlager realisiert. Nun galt es die noch verbliebene Lücke zu schließen. Der Warenausgang sollte mit der LKW-Beladung maschinell verknüpft und automatisiert werden, um auf diesem Weg den gesamten Materialfluss durchgängig so effizient wie möglich zu gestalten.
Dabei galt es die knifflige Aufgabe zu lösen, die sehr unterschiedlichen Warengrößen, welche produktionsbedingt nicht immer in zeitlicher Reihenfolge stehen, übereinander zu Stapeln und zu verdichten, sodass die entsprechende LKW-Tour raummäßig optimal ausgelastet ist. Auch die hohen Stapelgewichte von bis zu 3.000kg waren zu berücksichtigen.

Detaillierte Berechnungen und Ablaufsimulation

Auf Basis der langjährigen Zusammenarbeit wurde HaRo ein weiteres Mal mit der Lösung dieser Aufgabe betraut. Das Rüthener Unternehmen erwies sich mit seinen mehr als 60 Jahren Erfahrung als kompetenter Partner in Sachen Fördertechnik und Automatisierung. Schon in der Angebotsphase unterschied sich das Konzept von HaRo mit den detaillierten Berechnungen und einer mitgelieferten Ablaufsimulation von den Wettbewerbern. Mittels Barcodescanner werden die einzelnen Transporteinheiten des zentralen Warenausgangs erfasst und via Datenschnittstelle an ein ERP-System übermittelt. Die kundeneigenen Produktionsplanungs-Software übernimmt dann die Zuordnung nach Produkttyp, Ziel-Standort oder Endkunden. Darüber hinaus werden ebenso die Produktdimensionen ermittelt. Der zentral platzierte Verschiebewagen übernimmt das Fördergut und lagert dieses kurzfristig zur optimalen Sequenzbildung auf einer der angrenzenden Rollenbahnen zwischen. Haben diese Rollenbahnen-Speicher eine volle Sequenz erreicht, werden die einzelnen Fördergüter sukzessiv in das Herzstück der Anlage, den automatischen Stapler, gefahren und dort gedoppelt oder sogar dreifach über einander gesetzt.

Automatische LKW-Beladung

Diese Stapelfunktion basiert im Wesentlichen auf der bewährten Vertikalförder-Konstruktion. Als Zwei-Ständer-Vertikalförderer mit integrierten, elektrisch verschiebbaren Gabeln stellt diese Fördereinheit die Schlüsselstelle für eine maximale Auslastung der LKW-Ladekapazitäten dar. Bei der Konstruktion wurde besonderer Wert auf hohe Stabilität, auf Zuverlässigkeit sowie Lebensdauer gelegt. Nicht zuletzt wird dies durch eine umfangreiche Überwachungs- und Prüf-Sensorik erreicht, so dass sowohl Personenschutz- und Maschinenschutzmaßnahmen jederzeit gewährleistet sind. Der finale Transport der übereinander gestapelten Paletten erfolgt über den zentralen Verschiebewagen zu einer der zwei Abgabestellen für die der automatischen LKW-Beladung. Für die optimale Übergabe ist bauartbedingt ein zusätzlicher Schwerlast-Scherenhubtisch zur Bauhöhenanpassung integriert worden.
Kurz nach der Inbetriebnahme konnte der Kunde den Mehrschichtbetrieb vollumfänglich fortführen und die Auslastung der Produktion erheblich steigern.
Kunden-Zitat: „Die HaRo-Anlage ist unentbehrlich und für uns goldwert.“

Über HaRo Anlagen- und Fördertechnik GmbH
HaRo Anlagen- und Fördertechnik ist Hersteller von Förderanlagen für den innerbetrieblichen Materialfluss und automatisierte Lagerlogistik. Als eine entscheidende Schnittstelle der Industrie 4.0 ist der automatisierte Transport von Waren, Paletten, Stückgütern, Halbzeugen und Versandartikeln ein breites Anwendungsportfolio für ein ebenso weitläufiges Kundenspektrum.
Das 1957 von Heinz Hackländer gegründete Familienunternehmen, mit seinem Ursprung in Wermelskirchen, steht seit 1986 unter der Leitung von Christoph Hackländer.
www.haro-gruppe.de

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