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Am 5. Und 6. April 2022 fanden in Leipzig erneut die Security Robotics Innovation Days statt. Auf dem firmeneigenen Testgelände zeigte die Berliner Firma Security Robotics, was in Sachen Robotertechnik alles möglich ist und welche Entwicklungsschritte in den vergangen zwölf Monaten gemacht wurden. Interessierte aus den Bereichen Industrie, Banken und Logistik, Dienstleister bei Sicherheit und Facility Management nahmen vor Ort die Leistungsfähigkeit der smarten Roboter in Augenschein. Die Sicherheitsbeauftragten von Unternehmen wie z. B. Bosch, Siemens und Volkswagen konnten den Robotern hautnah bei der Arbeit zusehen und dabei auch die Lern- und Reaktionsfähigkeit der Helfer auf die Probe stellen. Sicherheitsexperten von Securitas, ISS und Dussmann ließen sich in die Steuerung des Drohnensystems Beehive einweisen und waren schon nach kurzer Zeit in der Lage, erste Patrouillenflüge zu unternehmen. Das Portfolio der Berliner Systemingenieure bot Lösungen für vielfältige Anwendungsfälle: Der Laufroboter Spot präsentierte sich beim trittsicheren Überwinden selbst schwieriger Geländepassagen. Der vierräderiger Patrouillenroboter Argus konnte dank PTZ Kamera inklusive thermischer und optischer Sensoren Personen und Objekte auf einer Distanz von bis zu 100 Metern präzise erkennen. Auch der Empfangsroboter Promobot stellte sich vor.

InnovationDaysLeipzig2022.
Quelle: Security Robotics Development & Solutions GmbH

Offen für externe Systeme und Komponenten

Eine besondere Herausforderung robotergestützter Sicherheitslösungen liegt in der Komptabilität mit bereits vorhandenen Soft- und Hardwaresystemen der Kunden. Ein wichtiger Programmpunkt war demzufolge auch die erfolgreiche Verbindung der hauseigenen Software mit der Soft- und Hardware von Drittanbietern. Die Teilnehmer konnten beispielsweise miterleben, wie eine vom werkseigenen Videoturm der Firma DussmannDSGuard erkannte Person per Schnittstelle (API) an das Drohnensystem Beehive übergeben und von diesem verfolgt und gefilmt wurde. Parallel dazu wurden die Daten an die ebenfalls integrierte Leitstellensoftware Lisa übertragen. Mit dem von Security Robotics entwickelten Schnittstellen-Prototypen ROI (Robot Ontology Interface) konnte der Videoturm zu einem Hybridsystem erweitert werden. Durch diese kundenspezifische Systemoffenheit ermöglicht Security Robotics einen breiten und flexiblen Einsatz seiner Sicherheitslösungen. Zudem können durch eine effiziente Kombination von Komponenten die Sicherheitsleistung erhöht und gleichzeitig die Kosten gesenkt werden. Mit anderen Worten: Wer eine Drohne in sein System integriert, benötigt deutlich weniger Videotürme auf dem Gelände. Die am Beispiel Videoturm gezeigte intelligente Vernetzung stellt aber nur einen kleinen Ausschnitt der Möglichkeiten dar. Mit Hilfe der proprietären Schnittstellen-Software ROI können praktisch alle externen Komponenten, wie z.B. Lichtschranken, Bewegungsmelder oder auch eine komplette Leitstellensoftware wie Lisa (Dr. Pfau), in das Security Robotics System integriert werden.

Interface zum „Gehirn“

Insbesondere das Thema Integration von externer Leitstellensoftware machte Besucher neugierig, denn die Leitstelle ist in einem Sicherheitssystem das zentrale Steuerungsorgan und damit das „Gehirn“ des Ganzen. Mit der Schnittstellen-Software ROI können beispielsweise Daten einer vom Roboter vor Ort erfassten Person in Echtzeit an die jeweilige Leitstelle des Kunden geschickt und dort ausgewertet werden. Zurzeit unternimmt Security Robotics verschiedene Modellversuche mit Anbietern von Leitstellensoftware, um so das Einsatzspektrum sukzessive zu erweitern.

#SecurityRoboticsInnovationDays 2022
Quelle: Youtube-Kanal Security Robotics

Wie eine Schule für Roboter

„Roboter sind das Ergebnis elektromechanischer Höchstleistungen, aber sie entwickeln ihre wahren Fähigkeiten erst durch individuelle Programmierung und die Vernetzung mit anderen Robotern“, erklärt Security Robotics Geschäftsführer Aleksej Tokarev. Genau hier kommt die Expertise und Erfahrung der Spezialisten von Security Robotics zum Tragen. Sie entwickeln eigene Softwaresysteme zur Robotersteuerung und Datenauswertung. Anschließend rüsten und programmieren sie die Serienroboter und lernen sie damit auf ganz bestimmte Anforderungen und Situationen an. „Wir sind wie eine Schule für Roboter“, sagt Tokarev, „wir bilden aus, bilden fort und bei Bedarf schulen wir auch um. Ähnlich wie in der Schule üben wir ständig die erfolgreiche Interaktion mit den anderen“. Dabei macht jeder Robotertyp nur das, was er aufgrund seiner Bauweise und Ausrüstung am besten kann, und übergibt alle anderen Aufgaben an seine Roboterkollegen oder an die Leitstelle. Auf diese Weise entsteht ein extrem leistungsfähiges Sicherheits- und Servicesystem, das in puncto Objekterkennung, Messung und Service präziser, effizienter und schneller funktioniert als jedes bemannte System.

Nachhaltiger als bemannte Systeme

Zudem arbeiten Roboter sehr ressourcenschonend, denn sie verbrauchen dank ausgefeilter Antriebs- und Steuerungstechnik nur wenig Strom und benötigen nur dann Energie, wenn sie im Einsatz sind. Im Gegensatz zu bemannten Sicherheitsdiensten müssen sie weder zur Arbeit pendeln, noch erfordern sie am Arbeitsort Fahrzeuge, Heizung oder Flutlicht.

Großes Potential für robotergestützte Sicherheit

Objektschutz, Inspektionsläufe und Empfangsdienste sind derzeit auch die Haupteinsatzgebiete der Roboter. In Deutschland steht der Einsatz von intelligenten Roboterlösungen im Bereich von Objektsicherheit und Services noch relativ am Anfang. Dagegen werden in Ländern wie Japan, Südkorea oder USA neue Gebäudekomplexe von vorne herein auf die Überwachung und Steuerung durch Roboter ausgelegt. Dort sind beispielsweise Teile der Werksflächen nicht mehr von Zäunen umspannt, da vernetzte Sicherheitsroboter die Gelände engmaschiger kontrollieren und schützen können als jeder Zaun. Hier gibt es in Deutschland noch großes Potential.

Innovation oder Verlust an Sicherheit

Laut der aktuellen Lünendonk Studie, dem jährlichen Branchenbarometer der Sicherheitswirtschaft, besitzen Industrie, Behörden und Dienstleister in Sachen Sicherheit grundsätzlich eine hohe Innovationsbereitschaft. In der Praxis allerdings steht beim Endkunden oft die kurzfristige Kostenoptimierung im Vordergrund, so dass viele Sicherheitsdienstleister vor kapitalintensiven Innovationen zurückschrecken. Auf diese Weise kommen innovative Veränderungen in der Sicherheit nur langsam voran. Doch traditionelle, sprich personalintensive, Sicherheitslösungen sind aufgrund ihrer geringeren Leistungsfähigkeit, Effizienz und Nachhaltigkeit insgesamt wenig zukunftsfähig. Zudem können sie in Zeiten eines rasanten demografischen Wandels nur noch lückenhaft angeboten werden. Es gibt in Deutschland schlichtweg zu wenig qualifiziertes Personal, um die anspruchsvollen und anstrengenden Sicherheitsaufgaben zuverlässig übernehmen zu können. Aktuell sind allein im Objektschutz über 10.000 Stellen unbesetzt. „Ohne ein grundsätzliches Umdenken, weg vom personalintensiven Wirtschaften, wird sich diese Zahl mittelfristig um ein Vielfaches erhöhen“, sagt Geschäftsführer Aleksej Tokarev voraus. Das wäre nicht nur gleichbedeutend mit dem ökonomischen Abstieg der Branche, sondern vor allem ein immenser Verlust an Sicherheit, nicht zuletzt in vielen systemrelevanten Bereichen wie z.B. Verkehr, Logistik und Energieversorgung.

Einstiegsbarrieren beseitigen

Security Robotics hat sich daher die konsequente Innovation auf die Fahnen geschrieben und geht als Pionier in der Branche voran. Security Robotics setzt auf kundenspezifische Konzeption und Integration von Roboterlösungen und die komplette Betreuung von der Planung bis zur Umsetzung. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Beseitigung von Einstiegsbarrieren, damit Roboter in der Sicherheit wirklich flächendeckend zum Einsatz kommen können. Industrie, Behörden und Dienstleistungskunden bekommen Zugriff auf die jeweils aktuelle Robotertechnik ohne selbst hohe Investitionen tätigen zu müssen. „Bei Security Robotics kann man jedes Robotersystem nach individuellen Wünschen konfigurieren lassen und dank erschwinglicher Miet- und Servicekonditionen flexibel und kapitalschonend einsetzen“, erläutert Tokarev. Die jährlichen Innovation Days sind für ihn ein ideales Schaufenster, um Kunden und Interessenten den technischen und konzeptionellen Vorsprung seiner Firma zu präsentieren.

Investitionen in Forschung und Pilotstudien

Die Berliner Pioniere haben zahlreiche Forschungs- und Proof-of-Concept-Projekte aufgesetzt. So wird es beispielsweise ein von akademischer Seite unterstütztes Forschungsprojekt mit DB Sicherheit geben. Im Fokus des Projektes wird der Wach- und Inspektionseinsatz von Laufroboter Spot im Gleis- und Fahrzeugbereich der Deutschen Bahn stehen. Während die gemeinsam mit mehreren Hochschulen durchgeführten Forschungsprojekte auf den nächsten Innovationssprung setzen, geht es bei den Machbarkeitsstudien vor allem darum, technische Möglichkeiten in der Praxis zu bestätigen. So ist man beispielsweise Teil der DFL/DFB Projektgruppe Stadioninnovation, wo das durch künstliche Intelligenz unterstützte Drohnensystem Beehive zum Einsatz kommt. Unter den Augen der Verantwortlichen von DFL/DFB und zahlreicher Erstligavereine konnte das Drohnensystem im Dortmunder Signal-Iduna Park seine Fähigkeiten zur effizienten Geländeüberwachung und Identifikation verdächtiger Vorgänge und Objekte erfolgreich unter Beweis stellen. Aufgrund dessen wurde das Drohnensystem mittlerweile an alle Erst- und Zweitligavereine weiterempfohlen.

Proof-of-Concept Projekte / Kunde / Projekt

• Automobilzulieferer, Werkschutz durch vernetzten Einsatz der Robotersysteme Spot, Argus und Beehive,

• Bekleidungskonzern, Lager- und Geländeüberwachung durch Drohnensystem Beehive,

• Ciborius Security, Einsatz des gesamten Roboterportfolios,

• DFL/DFB, Stadionüberwachung durch Drohnensystem Beehive,

• Dr. Pfau Fernwirktechnik, Erfolgreiche Integration der Leitstellensoftware Lisa mittels ROI,

• MediaMarkt/Saturn, Außenkontrolle Logistikzentrum durch kombinierten Einsatz von Spot und Argus,

• Drei weitere PoC Projekte starten im 3. Quartal 2022.

Auch die deutschen Sicherheitsbehörden haben bereits Witterung aufgenommen und testen derzeit den Laufroboter Spot im Innovation Lab der Polizei am Duisburger Hafen. Auch wenn der vierbeinige Helfer optisch an den besten Freund des Menschen erinnert, wird er wohl kaum Teil der traditionellen Hundestaffel werden. Vielmehr werden seine Aufgaben darin bestehen, seine unbestechliche Bild-, Mess- und Meldetechnik auch unter schwierigen Außenbedingungen jederzeit an den gewünschten Ort zu bringen.

Infos: Weitere Informationen zu Security Robotics und den Innovation Days erfahren Sie unter; https://security-robotics.de/de/pressebeitrag/security-robotics-innovation-days-2022-in-leipzig.html


Über Security Robotics Development & Solutions GmbH

Das Security Robotics-Portfolio umfasst eine breite Palette individuell konfigurierbarer Roboter. Die Roboter mit KI sind passend für eine Vielzahl von Einsatzbereichen, jeder hat eine eigene Spezialität – von der Überwachung und Inspektion von Anlagen, Objekten, Maschinen und Geländen bis zum Serviceeinsatz bei der Zutrittskontrolle und als intelligente Lösung für den Empfangsbereich. Und dank der Genauigkeit und der Produktivität der Roboter profitieren Kunden von Security Robotics. Als Optionen können Sie die Roboter mieten, leasen oder kaufen. Roboter bieten laut Security Robotics messbare Qualitätsverbesserungen – sei es bei Rundgängen, Vermessungen oder Publikumsströmen.

www.security-robotics.de

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