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Das Lager bietet in vielen Unternehmen ungeahnte Potentiale zur Optimierung. Dabei geht es um:

• Kostenersparnisse,
• Ertragssteigerung,
• Mitarbeiterentlastungen,
• und Prozessoptimierungen.

Bildquellen: Paulus-Lager GmbH

Nachfolgend zeigt ein Praxisbeispiel aus dem Metallbauunternehmen Rosenhagen GmbH (www.rosenhagen-metallbau.de), wie der Betrieb zusammen mit einem Spezialisten für Lageroptimierung (Paulus-Lager; www.paulus-lager.de) seine Lagerhaltung nachhaltig verbesserte – der Erfolg:

• um 10 % erhöhte sich die Produktivität pro Mitarbeiter,
• 10 % mehr Umsatz im 1. Jahr,
• und der Gewinn stieg um 26 %.

“… die Ordnung und die Struktur des Materiallagers hat mich fasziniert … “

„Durch die positiven Erfahrungen einer befreundeten Tischlerei, die gerade das Paulus-Lager eingeführt hatte, bin ich neugierig geworden, was dahintersteckt. Die Ordnung und die Struktur des Materiallagers hat mich fasziniert. Bei uns herrschte im Vergleich dazu Chaos und Wildwuchs“, so Heiko Rosenhagen, Geschäftsführer der Rosenhagen GmbH aus der Region Hannover.

Dem erfahrenen Geschäftsführer und Metallbaumeister war von Anfang an klar, wenn das Lager optimiert werden soll, reicht es nicht, neue Regale aufzustellen: „Das Ganze ist ein durchdachter Prozess, bei dem man die Mitarbeiter mitnehmen muss. Wer seinen Betrieb voranbringen will, muss sein Lager strukturiert führen und auch offen für Veränderung sein.“

Das Lager gehört in den wenigstens Unternehmen direkt zum Kerngeschäft, es ist jedoch ein wichtiger Faktor mit großem Einfluss auf den Erfolg eines Unternehmens. Gerade bei der Prozesskette vom Einkauf der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe über das Veredeln bzw. die Verarbeitung bis hin zum Weiterverkauf gibt es häufig Optimierungspotential, so dass Geld „liegen gelassen“ wird.

„Viele Handwerksbetriebe machen sich selbst das Leben schwer …”

„Viele Handwerksbetriebe machen sich selbst das Leben schwer, weil das Team an undurchsichtigen Abläufen scheitert, die das Material ab der Bestellung im Betrieb durchläuft“, weiß Doris Paulus, Geschäftsführerin der Paulus-Lager GmbH. Zusammen mit ihrem Team hat die Spezialistin für Lagerprozesse bereits bei über 300 Handwerksbetrieben Lagerorte sowie interne Abläufe analysiert, vereinfacht und optimiert. So ist auch die Herangehensweise bei einem neuen Kunden wie der Rosenhagen GmbH strukturiert.

Projektablauf bei Einführung Paulus-Lager

Umsetzung: Selbsthilfe scheitert an Betriebsblindheit


In einem ersten Schritt besprach Doris Paulus in einer Online-Sitzung mit Heiko Rosenhagen Fotos, die der Metallbaubetrieb von seinen Lagerstätten erstellt hatte. So konnte sich die Lager-Expertin einen ersten Überblick von der konkreten Situation machen und die Funktionsweise des Paulus-Lagers erläutern.

„Gleich im ersten Telefonat mit Doris Paulus war mir klar, dass wir durch die eigene Betriebsblindheit eine Lageroptimierung nicht alleine durchführen können. Dazu brauchten wir die Spezialistin mit einem ganz anderen Blickwinkel“, so Heiko Rosenhagen.

„Wichtig dabei war, dass alle Monteure mitarbeiteten …”

Einige Wochen später war Doris Paulus dann selbst vor Ort und plante zusammen mit Heiko Rosenhagen in zwei Tagen alle Lagerstätten neu. In der nachfolgenden Woche rief der Handwerksbetrieb ein Strukturprojekt aus und ließ den Betrieb aus gutem Grund in dieser Zeit komplett ruhen: „Wichtig dabei war, dass alle Monteure mitarbeiteten, damit sie hinterher auch das Paulus-Lager leben und verinnerlichen, was dahintersteckt. Dazu hat Doris Paulus jeden Tag laufend mit Mitarbeitern gesprochen“, beschreibt Rosenhagen das Vorgehen.

Bei der Umsetzung des Systems Paulus-Lager im Unternehmen Rosenhagen wurden alle zum Materialfluss gehörenden Prozesse optimiert – von den Angeboten, über die Arbeitsvorbereitung und Bestellung, bis zur Fertigung sowie Montage.

Anders als bei Industrie-Unternehmen, bei denen häufig bei der Materialwirtschaft mit Ein- und Ausbuchungsvorgängen sowie Vollzeit-Lageristen gearbeitet wird, setzt das System Paulus in Handwerksbetrieben auf einfachere Strukturen. Im Handwerk verarbeitet der Mitarbeiter, der das Material selbst aus dem Lager entnommen hat, es in der Regel auch weiter. Hierbei steht für den Mitarbeiter vor allem der Fertigungsprozess im Vordergrund. Daher sei es schwierig, alle Mitarbeiter immer zum korrekten Aus- bzw. Einbuchen (bei Wiedereinlagerung) zu bewegen. Die Erfahrung zeige zudem, dass der Aufwand für die Einrichtung und Pflege eines solchen Systems für einen Handwerksbetrieb zu groß sei.

Beim System Paulus Lager wird eine Bestellkarte mit fest definierten Nachbestellmengen – Minimum bzw. Maximum sind am Regal angeschrieben – im Lager gezogen und im Büro abgescannt. Die Bestellung läuft dann digital über eine Software mit IDS-Schnittstelle. Beim Bestellprozess wird durch eine KI, einer speziell für Paulus Lager programmierten Künstlichen Intelligenz, täglich der Stückpreis der Ware bei allen ausgesuchten Großhändlern verglichen. Das spart mehr Kosten als die schnelle Bestellung ohne Preisvergleich durch den Handwerker am Regal. 

Laut Heiko Rosenhagen haben sich in seinem Unternehmen durch das System Pauls Lager im Grunde alle Prozesse nachhaltig verbessert.

Erfolgskontrolle & Nachpflege

„Wir arbeiten strukturierter, kalkulieren zum Beispiel schneller und besser, haben eine verbesserte Qualitätskontrolle und Rückverfügbarkeit des gelieferten Materials“, beschreibt der Geschäftsführer die Änderungen und er führt weiter aus: „Die Suchzeit nach Material hat sich bei den Werkstattmitarbeitern um 90 % reduziert, da alles sofort und termingerecht zur Verfügung steht. Meine Führungskräfte und ich haben dadurch mehr Zeit pro Tag für andere Dinge.“

” … der Gewinn stieg sogar um 26 % …”

Die Betriebszahlen haben sich verbessert. „Gleich im ersten Jahr nach der Einführung des Paulus-Lagers stieg der Umsatz um 10 %, indem wir die eingesparte Zeit für zusätzliche Aufträge nutzen konnten. Der Gewinn stieg sogar um 26 %, da wir zusätzlich Material besser einkaufen und optimaler einsetzen konnten und sich die Produktivität pro Mitarbeiter um 10 % erhöhte.“

Das Ergebnis im Überblick:

• Bessere Prozesse,
• Werkstattmitarbeiter sparen 90 % bei der Materialsuche,
• Mitarbeiter & Führungskräfte entlastet (Produktivität um 10 % erhöht),
• Umsatzsteigerung um 10 %,
• Gewinn um 26 %.

Zum Nachpflegetermin besuchte Doris Paulus sechs Monate nach Umsetzung des Projekts erneut den Betrieb Rosenhagen, um sich davon zu überzeugen, dass die getroffenen Maßnahmen funktionieren.

„Man muss es einfach wollen!“

Nach der Erfahrung mit Paulus-Lager rät Heiko Rosenhagen:  „Wer seinen Betrieb voranbringen will, der muss sein Lager strukturiert führen.“ Dabei sei eine Erfolgsvoraussetzung, dass man offen für Veränderung ist, so der Geschäftsführer, der sein Unternehmen in 3. Generation führt, und: „Man muss es einfach wollen!“

 

Links & Downloads

Den Link zur Facebook-Gruppe von Doris Paulus und ihrem Team „Goldgrube Lager – Gewinnsteigerung & Mehr Freizeit für das Bauhandwerk“ gibt es hier:
https://www.facebook.com/groups/GoldgrubeLager

Link: Weitere Informationen unter: www.paulus-lager.de

Beispielfoto: Ein Lager eines Handwerksbetriebs nach der Einführung des Systems Paulus Lager. Bildquelle: Paulus-Lager GmbH

Über Doris Paulus

Doris Paulus ist Spezialistin für Lagerprozesse im gesamten Bauhandwerk. Sie vereint theoretisches Wissen und langjährige Praxiserfahrung. Alle Prinzipien des Paulus-Lagers hat sie zunächst im eigenen Betrieb ausführlich getestet und sehr erfolgreich in die Praxis umgesetzt. 2002 hat sie ihr Beratungskonzept aus der Umsetzung im eigenen Betrieb entwickelt.

Jahrgang 1964, nach dem Abitur Schreinerlehre, abgeschlossenes Architekturstudium an der TU Kaiserslautern, Mitarbeit in Architekturbüros, 1999 Übernahme der vom Urgroßvater gegründeten Schreinerei, seit 2002 Unterstützung von Bauhandwerksbetrieben bei der Lageroptimierung in Form des Paulus-Lagers.

Verleihung des Strategiepreises 2013 durch den Bundesverband Strategie Forum e.V. für die Entwicklung einer herausragenden Firmenstrategie. Mitglied im Bundesverband StrategieForum e.V., sowie ausgebildete “Strategieberaterin IHK geprüft”, langjährige Leiterin des StrategieForums Münsterland, Vorstandsmitglied in der Beratergruppe Strategie e.V.

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