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Produktkonfiguratoren existieren innerhalb von Industrieunternehmen nun schon seit mehreren Jahrzehnten. Mittlerweile ist der ursprüngliche Anwenderkreis mit den eigenen Vertriebsmitarbeitern deutlich erweitert worden und umfasst nun auch Partner, Händler und immer häufiger sogar die eigenen Endkunden. Damit sind die Anforderungen an Konfiguratoren in Bezug auf Darstellung und emotionale Bindung noch einmal deutlich gestiegen.

Beispiel 3D-Darstellung Sideboard.
Quelle: Acbis GmbH

Produktkonfiguration

Im Vertriebsprozess unterstützt der Produktkonfigurator ePOS den Anwender bei der Auslegung eines nach vertrieblichen Merkmalen individuell zusammengesetzten Produktes oder Dienstleistung unter Berücksichtigung technischer Möglichkeiten sowie vertrieblichen Vorgaben (so ist z.B. bei einer Fahrzeugkonfiguration mit Auswahl des Sport-Pakets auch zwingend das Ledersitze-Paket erforderlich – technisch nicht notwendig, vertrieblich aber vorgegeben).
Mit der wachsenden Nutzerzahl im Bereich des E-Commerce und der steigenden Nachfrage nach 24/7-Verfügbarkeit und Self-Service müssen Produktkonfiguratoren heutzutage Produktregeln nicht nur für versiertes Fachpersonal abbilden, sondern auch für Endkunden attraktiv und einfach darstellen.

Einfach bedeutet hierbei, dass der Kunde sein Produkt ohne tiefe Fachkenntnisse konfigurieren kann: Intelligente Regeln lassen bei der Konfiguration keine Fehler zu. Kombiniert mit den Mechanismen der Produktfindung/Guided Selling gelangt der Kunde selbständig zu seinem individuellen Produkt in der gewünschten Variante.
Attraktiv bedeutet einerseits, dass der Kunde durch die einfache Benutzerführung, den Konfigurationsprozess an sich – die Spielerei mit unterschiedlichen Varianten – und die Visualisierung des Produktes eine deutlich höhere Kundenbindung an das Produkt erlangt. Andererseits bedeutet attraktiv jedoch auch einfache und schlanke Folgeprozesse für Preiskalkulation und Bestellmöglichkeiten.

3D-Visualisierung

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Genauso erklärt eine Darstellung in 3D erheblich schneller ein Produkt als ein Bild. Der Kunde sieht das Produkt so vor sich, wie es später aussehen wird. Er kann es drehen und von oben oder unten betrachten. Er kann näher herangehen und die Verarbeitung prüfen oder weiter weg und den Gesamteindruck auf sich wirken lassen.
Das gilt ganz sicher im B2C-Bereich, besonders aber auch bei B2B, etwa, wenn es um die Planung komplexer Anlagen geht. Dann ist es oft wichtig, eine erste räumliche Vorstellung zu bekommen. Bei der Auswahl oder der Konfiguration von Varianten eines Produktes ist es sehr hilfreich, die Unterschiede in Geometrie und Material unmittelbar zu sehen und damit ein direktes Gefühl für die Möglichkeiten zu bekommen. In beiden Fällen wächst das intuitive Vertrauen des Interessenten, weil er das Produkt realistischer vor sich sieht.
Eine Darstellung in Live-3D ist heutzutage technisch nicht mehr sehr aufwändig. Der Standard WebGL steht auf allen Geräten zur Verfügung und erlaubt die Darstellung von 3D-Modellen und auch die dynamische Änderung. Moderne Software ist in der Lage, sehr realistische Darstellungen zu erzeugen, die zudem oft sogar einfacher und kostengünstiger als fotorealistische Renderings zu erstellen sind.
Oft lassen sich nämlich CAD-Modelle aus der Konstruktion direkt oder mit geringer Nachbearbeitung verwenden. Hier etabliert sich mit glTF ein allgemeines Austauschformat. Je nach Anspruch an die Darstellungsqualität kommt ggf. noch etwas Aufwand für die Materialmodellierung hinzu. Kostengünstiger als ein Fotograf ist man bei größerer Variantenvielfalt aber allemal.
Dass aus den Live 3D-Modellen dann auch automatisch fotorealistische Renderings erzeugt werden können, zeigt ebenso, wie die im Folgenden besprochene AR-Funktion, dass die Investition in 3D-Content extrem lohnenswert ist.

Beispiel AR: Sideboard
Quelle: Acbis GmbH

Augmented Reality

Das neueste Werkzeug aus der technischen Trickkiste heißt Augmented Reality. Gemeint ist damit die Möglichkeit, das Produkt dort zu zeigen, wo der Kunde es tatsächlich hinstellen wird. Der Schrank an der Wohnzimmerwand etwa oder die Drehmaschine in der Werkzeughalle.
Um diesen Effekt zu erreichen, ist ein Gerät nötig, durch das der Kunde sieht und dass dann die 3D-Modelle der Produkte passend über ein Videobild der Umgebung legt. Während man in kontrollierten Umgebungen (z.B. bei Aided Maintenance) spezialisierte Geräte, wie z.B. die Microsoft Hololens verwendet, kommen im E-Commerce einfach Smartphone und Tablet zum Einsatz. Ohne eine App installieren zu müssen, können 3D-Modelle heute bereits ganz einfach im Webshop anzeigt und dann durch einen Klick in der Umgebung des Kunden gezeigt werden.
Sobald Käufer sich an diese Funktion gewöhnt haben, wird der Informationsgewinn (Wie sieht das Sofa in der Ecke aus? Passt es da überhaupt hin?) zu einem erheblich gesteigerten Kaufanreiz führen.

Beispiel AR: Strommast
Quelle: Acbis GmbH

Perfekte Symbiose zweier innovativer Unternehmen

Die Acbis GmbH hat ihren Schwerpunkt bei komplexen Produktkonfigurationen und Preiskalkulationen unter Einbindung diverser Systeme zur Datensynchronisierung (ERP, PLM, CRM uvw.).  Die Produktregeln werden hierbei mittels Entscheidungstabellen durch die Kunden selbst gepflegt.
Die ObjectCode GmbH konzentriert sich verstärkt auf die visuelle Darstellung der Produktkonfiguration im Web mit den Schwerpunkten 3D und Augmented Reality.
Zusammen ergänzen sich die beiden Unternehmen. In Kombination mit dem Webportal Prometheus eBusiness von Acbis kann so der Prozess von der Abbildung der individuellen Kundenanforderung mittels 3D und Augmented Reality bis zur Fertigung (Stückliste, Arbeitsplan, Maschinendaten) komplett digital abgebildet werden.

Über Acbis GmbH
Die Acbis GmbH liefert Lösungen zur digitalisierten und automatisierten Angebotserstellung und Auftragserfassung für Unternehmen mit komplexen und individuellen Produkten und Dienstleistungen. Die Lösungen der Acbis GmbH umfassen Produktkonfigurator Software, CPQ Software und B2B-Shop-/B2B-Webportal-Software. Die Lösungen können in ERP-Systeme integriert, online in Webanwendungen genutzt und offline zur Unterstützung des Vertriebes eingesetzt werden.
www.acbis.de

Über ObjectCode GmbH
Die ObjectCode GmbH hilft ihren Kunden an der Schnittstelle zweier Megatrends: E-Commerce und Mass customization. Beides sind Themen, die nicht mehr wegzudenken sind. Erwiesenermaßen führt der Effekt „Das hab‘ ich gemacht – das ist meins!“ zu erheblich mehr Kundenbindung an das Produkt. Mit kundenindividuellen Produkten können eine unique selling proposition aufgebaut und angemessene Preise durchgesetzt werden. ObjectCode macht Produkte begreifbar – Premium E-Commerce für kundenindividuelle Produkte durch den Einsatz modernster Technologie im Bereich Konfiguration, 3D und Augmented Reality.
www.objectcode.de

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