Einsteller des Beitrags

Vielen Unternehmen fehlen die Fachkräfte für Cybersicherheit in der digitalen Transformation. Systemhäuser können als Dienstleister diese Lücke füllen und übernehmen für Unternehmen den Übergang in eine sichere digitale Welt! Ein Interview mit Marco Bläsing, Lead Architect Network & Security bei der m2solutions EDV-Service GmbH.

Dank Nachwuchsförderung und externer Partnerschaften sind IT-Systemhäuser wie m2solutions eine Lösung für den Fachkräftemangel in der IT-Security / Quelle: m2solutions



Digitale Transformation ist das Buzz-Word. Ist sie die Chance für Unternehmen wettbewerbsfähig zu bleiben, und welche Herausforderungen birgt sie?

Marco Bläsing: Wir allen wissen, dass die stetige Weiterentwicklung von digitalen Technologien und Devices neue Gewohnheiten und Bedürfnisse vor allem auch im privaten Alltag schafft. Zukünftige Kunden und Mitarbeiter erwarten andere, weitergefasste und smarte Berührungspunkt mit Produkten oder Dienstleistungen, um eine (Kauf-) Entscheidung zu treffen. Es ist erforderlich, dass Unternehmen sich deshalb mit ihren Geschäftsprozessen und ihrer Kommunikation der digitalen Welt anpassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Allerdings gehen damit auch Herausforderungen einher, die Unternehmen nicht außer Acht lassen dürfen – die Umstellung des Geschäfts auf digitale Prozesse braucht nicht nur eine optimale und gehärtete Infrastruktur, sondern vor allem eine starke IT-Sicherheit. In diesem Zusammenhang ist die IT-Strategie eines Unternehmens so wichtig wie nie zuvor und muss fester Bestandteil in der Business-Strategie sein.

Sie sprechen von IT-Strategien: Welchen Stellenwert muss IT-Schutz in Unternehmen denn haben?

Marco Bläsing: Datensicherheit und die Auswirkungen von Sicherheitsverletzungen sind mittlerweile zu einem gängigen Gesprächsthema geworden. Die scheinbar endlose Serie von aufsehenerregenden Fällen in führenden Handelsunternehmen, Finanzinstitutionen und staatlichen Stellen hat auch dazu geführt, dass die Öffentlichkeit zunehmend darüber aufgeklärt ist, wie sich Sicherheitslücken auf Mitarbeiter-, Berufs- und Unternehmensebenen auswirken.

Unternehmen müssen in ihrer digitalen Transformation den Punkt der Internetsicherheit ganz oben auf ihre Agenda setzen, IT-Strategien anpassen und mit individuellen und ganzheitlichen Sicherheit-Maßnahmen spicken – denn nur so antworten sie auf die wachsenden Herausforderungen in der Cybersicherheit, denen sich immer mehr Unternehmen durch die digitale Transformation stellen müssen.

Wie können kleine und mittlere Unternehmen das meistern?

Marco Bläsing: Im ersten Schritt müssen Unternehmen überhaupt erkennen, dass es quasi immer ein Risiko gibt und ein Bedarf an Cybersicherheit für ihre Geschäftsprozesse besteht. Dann muss eine Security-Strategie aufgestellt und umgesetzt werden – so können angemessene Sicherheitsmechanismen integriert werden. Implementiert werden sollten diese sogenannten Security Frameworks durch Fachleute – und hier wartet die größte Herausforderung auf Unternehmen: In kleinen Unternehmen sind häufig erst gar keine Ressourcen in Form von Fachkräften vorhanden. Aber gerade die hoch komplexen IT-Sicherheitsstrukturen benötigen Spezialisten, die ganzheitlich denken, komplette IT-Security-Lösungen anbieten und umsetzen können. Daher sollten Unternehmen, die auf den Zug der Digitalen Transformation springen wollen oder bereits in voller Fahrt sind, spezialisierte IT-Sicherheitsunternehmen mit ins Boot holen, damit Investitionen nicht im Sand verlaufen, an falscher Stelle getätigt werden und IT-Security wirklich gewährleistet wird.

Herrscht ein Fachkräftemangel im IT-Sicherheitsbereich?

Marco Bläsing: Absolut und das ist ein großes Problem, dessen sich viele noch nicht bewusst sind. Es existieren dazu bereits einige Studien, deren Ergebnisse deutlich machen, dass bis 2022 dem IT-Sicherheitsbereich alleine in Europa mehr als 350.000 qualifizierte Arbeitnehmer fehlen werden. IT-Führungskräfte konstatieren einen großen Bedarf an IT-Sicherheitsexperten und haben Schwierigkeiten, in diesem Berufsfeld Fachkräfte zu finden – sowohl aktuell, als auch im Hinblick auf die kommenden Jahre (Anmerk. d. Red: Cybersecurity Workforce Study, 2018.). Außerdem wird deutlich, dass Cybersicherheit nicht nur studierte Programmierer braucht, sondern Experten für Informatik, Wirtschaftsinformatik, Hybrid-Qualifikationen und Anwendungsberater im IT-Vertrieb für IT-Security.

Wie meistern Sie den Fachkräftemangel als IT-Unternehmen?

Marco Bläsing: Auch uns bei m2solutions beschäftigt der Fachkräftemangel natürlich. Wir verfolgen die Strategie, neben der Suche nach neuen Mitarbeitenden auch mit Experten zu kooperieren und den Nachwuchs von IT-Talenten bei uns im Haus gezielt zu fördern. Die Ausbildung exzellenter Nachwuchskräfte ist ein besonderer Fokus.  Unser Nachwuchs wird in die Entwicklung von IT-Sicherheitslösungen früh eingebunden und erhält Zugang in die praktische Umsetzung. Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Experten entsteht bei uns echte Teamarbeit. Das trägt natürlich ungemein, besonders wenn mal alles ganz schnell gehen muss.

Über m2solutions EDV-Service GmbH

Die m2solutions EDV-Service GmbH ist ein mittelständischer IT-Dienstleister mit Sitz in Neustadt in Schleswig-Holstein. Das Unternehmen bietet von der konzeptionellen und organisatorischen Beratung über individuelle IT-Infrastrukturlösungen (Hard- und Software) bis zu IT-Security-Management und Communication-Lösungen individuell auf den Kunden ausgerichtete Leistung, ob Einzel- oder Komplettlösung. Die über 150 Mitarbeiter werden dazu bundes- und europaweit eingesetzt. m2solutions versteht sich als Partner, der nicht nur eine sichere IT-Infrastruktur realisiert, sondern durch den Einsatz geeigneter Technologien einen Support für mehr Erfolg und Wachstum der Kunden leistet. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2000 von Mirko Müller und Reiner Matthiessen. Seit 2014 gehört auch Lukas Stockmann zur Geschäftsführung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.