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Die Stahlwerk Bous GmbH hat große Teile ihrer Produktion weiter digitalisiert – mit dem Ziel Wettbewerbsvorteile und Qualitätssteigerung durch optimierte Prozesse zu realisieren. Dabei setzt das saarländische Unternehmen auf die Lösungen der IDAP Informationsmanagement GmbH. Trotz der Covid-19 Pandemie ist das neue System erfolgreich in den Produktivbetrieb gegangen.

Produktion im Stahlwerk Bous
Quelle: Stahlwerk Bous GmbH

„… alle operativen Geschäftsprozesse auf einer integrierten IT-Plattform …“

„Um dem starken nationalen und internationalen Wettbewerb in der Stahl erzeugenden Industrie gewachsen zu sein, braucht es modernste Technologie“, erklärt Minou Kehl, MES-Verantwortliche der IDAP. „Mit der jetzigen Implementierung ist die Stahlwerke Bous ihrem Ziel, alle operativen Geschäftsprozesse auf einer integrierten IT-Plattform abzubilden, ein entscheidendes Stück nähergekommen. Die nun verfügbaren Live-Daten aus dem Shopfloor sind zudem Grundlage für fundiertere Entscheidungen.“ Der offizielle Go-Live erfolgte Anfang Juli 2020. Nach der üblichen „heißen Phase“ laufe die Gesamtlösung aus MES und SAP nun stabil.
Im Fokus des Stahlherstellers stehen die Prozesse im Schmelzbetrieb und der mechanischen Nachbearbeitung. Hier möchte man das enorme Potenzial einer durchgehenden Digitalisierung nutzen, um neue Ansätze der Optimierung zu finden und umzusetzen.

Patrick Rösch Geschäftsführer Stahlwerk Bous GmbH
Quelle: Stahlwerk Bous GmbH / www.oliverpracht.com

„Mit einem ERP-System allein war unser Ziel einer transparenten Fertigung kaum zu erreichen“, beschreibt Patrick Rösch, einer der beiden Geschäftsführer der Stahlwerk Bous GmbH, die Situation vor der Zusammenarbeit mit der IDAP. „Deshalb haben wir uns dazu entschieden, das vorhandene SAP um leistungsfähige MES-Werkzeuge zu erweitern.”

Schaubild Bous Produktionsprozess
Quelle: Stahlwerk Bous GmbH / IDAP Informationsmanagement GmbH


Transparenz dank integrierter Gesamtlösung 

So wurde mit IDAP.mes eine auf SAP abgestimmte MES-Komplettlösung eingeführt. Bous nutzt die Branchenausführung Metall mit passgenauen Funktionen wie dem Splitten von Blöcken, Einzelteilverfolgung oder einer verursachergerechten Kostenverteilung bei der „Ofenreise“. Zusätzlich zum Modul BDE zur Betriebsdatenerfassung wurden eine Blockwaage, drei Sägen und vier Glühhauben über OPC-UA angebunden. Zudem kommen das OEE-Analyse-Cockpit sowie die mobilen Anwendungen „Lagerplatzumbuchung“ und „QM-Rückmeldung“ zum Einsatz.
Neben der Implementierung einer neuen MES-Lösung wurde die IDAP auch mit dem Ausbau des ERP-Systems betraut. Unter anderem wurde die Variantenkonfiguration eingeführt. Jetzt gibt es nur noch einen Arbeitsplan und eine Stückliste für jeweils Blockguss bzw. Strangguss. Die auf die jeweiligen Varianten bezogenen Vorgänge und Produktionsvorgaben, beispielsweise Glühtemperaturen oder Liegezeiten, werden automatisch über den Konfigurator in den Kundenauftrag und von dort in den Fertigungsauftrag übernommen.
Eine weitere wichtige Neuerung ist die Einführung von SAP QM inklusive Integration ins MES. Damit stehen umfangreiche Funktionen für die Wareneingangs- und die fertigungsbegleitenden Prüfungen sowie für interne und externe Reklamationen zur Verfügung. Darüber hinaus sind detaillierte Auswertungen für das Qualitätsmanagement möglich. Im Zusammenspiel mit dem MES-Modul QDE können die Prüfergebnisse dabei direkt auf dem Shopfloor am relevanten Arbeitsplatz erfasst werden.

Bous zufrieden mit Projektverlauf

Auch mit dem Projektablauf zeigt sich der Bous-Geschäftsführer zufrieden: „Theorie und Praxis liegen oft weit auseinander, und das wahre Projektleben konfrontiert alle Beteiligten mit unvorhergesehenen Herausforderungen. Die von Anfang an enge Zusammenarbeit zwischen unseren Key-Usern und den Beratern der IDAP war ausschlaggebend dafür, dass am Ende alle Hürden und Überraschungen gemeistert wurden.“

Über IDAP Informationsmanagement GmbH
Die Anforderungen der Fertigungsebene an die IT sind komplex – nicht erst seit Industrie 4.0. Mit der zunehmenden Vernetzung von Maschinen und IT-Systemen gewinnt die Entwicklung jedoch eine neue Qualität. Ohne Shopfloor-Funktionen und ohne zentrales Steuerungselement und Bindeglied geht es nicht. In diesem Kontext hat die IDAP laut eigener Aussage speziell für die Fertigungsindustrie IDAP.mes entwickelt – Werkzeuge für das Planen, Steuern und Optimieren von komplexen Produktionsumgebungen. Dabei gilt: IDAP.mes spricht SAP.
www.idap.de

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