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Die Digitalisierung von Arbeit findet weniger an den Unternehmensstandorten als vielmehr im Homeoffice statt. Das ist ein Ergebnis der umfangreiche Arbeitsmarktstudie „New Work Reloaded“ für die das Trendence Institut 5.400 Arbeitnehmende befragte. Demnach steigt etwa der Einsatz von Videokonferenzlösungen von 27,6 % im Unternehmen auf satte 60,0 % im Homeoffice. Die Zufriedenheit mit den Tools ist allerdings beim jeweiligen Arbeitgeber deutlich ausgeprägter als im Homeoffice. So geben 58,7 % der Befragten an, im Unternehmen mit der Technik diesbezüglich zufrieden zu sein. Für das Homeoffice liegt der entsprechende Zufriedenheitsgrad dagegen bei gerade einmal 24,8 % der Befragten. Außerdem häufig am heimischen Arbeitsplatz im digitalen Einsatz: Instant Messenger Chats. Am Arbeitgeberstandort werden diese von 24,6 % der Beschäftigten genutzt, während im Homeoffice mehr als jeder Dritte (34,2 %) chattet. Letztlich steigt auch die E-Mail-Kommunikation von 60,9 % auf eine Häufigkeit von 84,4 % an.

Symbolbild Homeoffice.
Quelle: Photo by Antonio Janeski on Unsplash

Beschäftigte zieht zurück ins Büro

„Durch den deutlich geringeren persönlichen Kontakt im Homeoffice, bestimmten digitale Kommunikationsformen das berufliche Miteinander in den letzten beiden Jahren. Das Homeoffice war in dieser Zeit also durchaus ein Digitalisierungstreiber für Arbeitsprozesse. Auf der anderen Seite nutzen viele Beschäftigte die Chance zur persönlichen Kommunikation, wenn sie wieder in Präsenz am Unternehmensstandort arbeiten. Dann verzichten sie auf die digitalen Tools und gehen lieber in den persönlichen Austausch mit Kollegen und Kolleginnen“, sagt Robindro Ullah, Geschäftsführer des Trendence Instituts. Um diesen zu forcieren, streben 58,0 % der Befragten aktuell zurück ins Unternehmen. 48,3 % möchten diese Rückkehr bei Bedarf aber gerne mit gelegentlichem Homeoffice verbinden. Hauptgründe dafür: die Nähe zu Kollegen, die Möglichkeit interaktiv im Team und insgesamt fokussierter arbeiten zu können sowie die Aussicht auf eine bessere Ergonomie am unternehmerischen Arbeitsplatz. Letzteres ist vor allem deshalb interessant, weil immerhin mehr als ein Viertel (28,1 %) aller im Homeoffice arbeitenden Beschäftigten aus dem eigenen Wohnzimmer und weitere 10,2 % am Küchentisch arbeiten. 

Über die Studie „New Work Reloaded“

Für die repräsentative Studie „New Work Reloaded“ befragte das Trendence Institut bundesweit 5.400 Beschäftigte. Das Durchschnittsalter der Befragten lag zum Zeitpunkt der Umfrage bei 41,7 Jahre. 52,4 % waren männlich, 47,3 % weiblich. 83,6 % waren angestellt, 4,5 % stellensuchend und 8,5 % selbstständig oder freiberuflich tätig. Der Befragungszeitraum lag im September 2021. 

Über Trendence Institut GmbH

Die Trendence Institut GmbH steht laut eigener Aussage seit 20 Jahren für Data Driven Talent Acquisition. Das unabhängige Beratungs- und Marktforschungsunternehmen versorge demnach Arbeitgeber mit hochwertigen Daten von über vier Millionen Befragten. Mit den Trendence Studien liefere das Unternehmen im Bereich Data Driven HR Management allen Unternehmen wertvolle Insights bei anstehenden strategischen und operativen Entscheidungen im Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting sowie weiteren HR-Disziplinen. Neben den jährlich erscheinenden Barometerstudien und Arbeitgeber-Rankings setze Trendence auch individuelle Studien für internationale Konzerne, Mittelstand, Start-ups und öffentliche Institutionen um. Die Zertifizierungen für Ausbildungs- und Traineeprogrammen von Arbeitgebern komplettieren das Angebot der Trendence Institut GmbH.

www.trendence.com

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